Die Reihe versteht sich als Forum fur linguistische Arbeiten, die sich auf die Frage richten, wie durch Sprache - unter Einschluss ihrer Interaktion mit anderen semiotischen Systemen - Bedeutungen in sozialen Strukturen, textuellen Umgebungen, Raumen, Stilen und Interaktionen produziert und reproduziert werden. Diskursive Ereignisse werden dabei als Positionen von Aussagen verstanden, die mit repetitiven Mustern korrelieren. Akteurs- und Aussagepositionen einerseits sowie konventi-onalisierte Sprachmuster und Sprachvariation andererseits determinieren, generieren und reflektieren in einem komplexen Geflecht von diskursiver Praxis, Stimmen und Machtverhaltnissen historisch variable Konzepte sozialer Wirklichkeit. Thematisch umfasst die Reihe linguistische Arbeiten zu Kontext, Sprachgebrauch und Prozessen der sprachlichen Positionierung von Akteuren in verschiedenen Sprachraumen und in unterschiedlichen sozialen, kulturellen, asthetischen sowie historischen Zusammenhangen.
Die Reihe ist in mehrfacher Hinsicht integrativ und uberschreitet innerdisziplinare Grenzziehungen. Publiziert werden linguistische Monographien und Sammelbande in deutscher oder englischer Sprache zu grammatischen, wissensorientierten, soziolinguistischen und stilistischen Ansatzen der Diskurslinguistik und Korpuslinguistik, die mono- oder multimodale Analysen mit quantitativen und qualitativen Verfahren dokumentieren. Alle Beitrage werden peer-reviewed.
Herausgeber/-innen:
Beatrix Busse, Professorin fur anglistische Sprachwissenschaft, ist Prorektorin fur Lehre und Studium an der Universitat zu Koln.
Ingo H. Warnke ist Professor fur Deutsche Sprachwissenschaft unter Einschluss der interdisziplinaren Linguistik an der Universitat Bremen.
This collected volume brings together a wide array of international linguists working on diachronic language change with a specific focus on the history of English, who work within usage-based frameworks and investigate processes of grammatical change in context. Although usage-based linguistics emphasizes the centrality of the discourse context for language usage and cognition, this insight has not been fully integrated into the investigation of processes of grammatical variation and change. The structuralist heritage as well as corpus linguistic methodologies have favoured de-contextualized analytical perspectives on contemporary and historical language data and on the mechanisms and processes guiding grammatical variation and change. From a range of different perspectives, the contributions to this volume take up the challenge of contextualization in the investigation of grammatical variation and change in different stages of English language history and discuss central theoretical notions such as gradable grammaticality, motivation in hypervariation, and hypercharacterization. The book will be relevant to students and linguists working in the field of diachronic and variational linguistics and English language history.