Maya Ferreiras erster Tag bei Reis Logistics bringt ihr einen Laptop, einen Ausweis - und die plotzliche Erkenntnis, dass sie seit neun Jahren mit ihrem neuen Chef verheiratet ist.
Sie und Julian Reis unterschrieben mit zweiundzwanzig eine Urkunde am Gericht in Lissabon - sie wollte, dass er im Land bleiben darf, das war der ganze Plan. Sie wollten sich im nachsten Sommer scheiden lassen. Dazu kam es nicht.
Jetzt ist Julian CEO einer Firma, die gerade ihre ubernommen hat. Die Urkunde taucht in der Due Diligence auf. Die Rechtsabteilung stellt ihn vor die Wahl: die Ehe diskret auflosen oder den Deal verlieren.
Sie willigen in die Scheidung ein. Sie engagieren Anwalte. Sie sitzen zwei Tage lang in der Mediation und machen einen sehr langen Spaziergang in Amsterdam - und es wird offensichtlich, dass sie sich nie uber etwas anderes uneinig waren als daruber, wie man es nennen soll.
Als der Vorstand auf die Unterschrift drangt, weigert Julian sich. Er tritt zuruck, Maya ubernimmt sein Buro, und die nachsten sechs Monate pendeln sie zwischen zwei Stadten wie Menschen, denen endlich die Grunde ausgegangen sind, es nicht zu tun.