Sie nennen sie die eiserne Witwe, ein bitterer Scherz, denn ihr Mann lebt. Seit sechs Jahren fuhrt Sabine Auerbach die Auerbach-Stahlwerke allein, wahrend Tomas sich in Tirol von einem Schlaganfall erholt, den niemand erfahren hat. Jetzt will sein Bruder die Firma ubernehmen, und Sabine hat nur einen Ordner und drei Tage: eine Scheidung, ein Verkauf - und keine gute Wahl. In Tirol findet sie einen Mann, der mit der linken Hand schreiben lernt, indem er ihre Briefe von vor sechs Jahren abmalt. Er hat sie nicht betrogen. Er ist verschwunden - erst in der Krankheit, dann danach - und hat sie zur Schuldigen in seinem eigenen Unternehmen gemacht. Er dachte, sie liebe die Arbeit. Sie dachte, er liebe das Schweigen. Beide haben recht, und nun bleiben ihnen drei Wochen, um eine Firma zu retten, die keiner allein retten kann.